1 ½ Jahre ist es nun her, dass wir Hamburg verlassen haben und ins beschauliche Nordhessen gezogen sind. Manchmal packt uns Wehmut. Wie gut, dass es mit dem ICE nur 2 ½ Stunden in die schönste Stadt der Welt sind.
Kassel – Hamburg. Mit dem Auto die A7 hoch fast undenkbar für einen Kurztrip. Gut 2 ½ Stunden mit dem Zug, kein Problem! Das ist optimal, um auch mal spontan ein verlängertes Wochenende hochzudüsen und einen Tag in Hamburg verbringen zu können.
Die Kinder sind alt genug für einen Kurztrip, aber sie brauchen Programm: 5 Stationen die sich lohnen.
1) Elbbrücken und Baakenhafen
Angekommen am Hauptbahnhof geht es mit der U4 zur neuen Haltestelle “Elbbrücken”. Die vor einigen Jahren fertiggestellte Station ist schon wirklich beeindruckend! Und dass die U-Bahn-Gleise plötzlich einfach aufhören und man einen Ausblick auf’s Wasser hat, erstaunt alle Kinder.

Wer aber 2 ½ Stunden nur gesessen hat, der will nicht beeindruckt werden, sondern sich bewegen. Also ab auf den Spielplatz im Baakenhafen. Der ist zu Fuß nur einige Meter entfernt.
2) Hafenausblick von der Elphi
Noch so ein Ausblick, von dem man nie genug bekommen kann: Der Hamburger Hafen von der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Kürzlich wurde entschieden, auch weiterhin erst einmal keinen Eintritt für die “Plaza” zu verlangen, Tickets solltest Du dennoch am besten vorab buchen, da der Zugang begrenzt ist.

3) Kleine Fährfahrt
Wer ans Wasser nach Hamburg kommt, der sollte wenigstens auch kurz auf’s Wasser. Gerade mit Kindern sind aber die (wirklich schönen!) Alsterrundfahrten oftmals zu lang und irgendwann auch langweilig. Gleiches gilt meiner Erfahrung nach für die Barkassenfahrten im Hafen.
Zum Glück gibt es eine vergleichsweise preiswerte Alternative: Die Hadag-Hafenfähren. Diese kannst Du mit dem normalen HVV-Ticket nutzen (bei Einzelfahrten bitte auf die Tarifbereiche achten, so lange das 49€-Ticket noch nicht da ist).
Direkt an der Elphi ist ein Anleger der Linie 72, die mit nur einem weiteren Zwischenstopp bis zu den Landungsbrücken fährt. Erfahrungsgemäß reicht das um einmal Seeluft zu schnuppern. Wem nicht, der dreht einfach noch eine Runde.

4) Alter Elbtunnel
Wer von der Seeluft nun hungrig ist, findet an den Landungsbrücken ein Fischbrötchen oder geht bei größerem Hunger ins Portugiesenviertel. Denn für die vierte Etappe des Tagesausflugs brauchen wir Energie.
Unweit der Landungsbrücken liegt der alte Elbtunnel. Die zwei Röhren von 1911 werden zwar seit einigen Jahren saniert, sind für Fußgänger und Fahrradfahrerinnen aber weiterhin geöffnet.
Die gut 500 Meter je Strecke sind zwar anstrengend, lohnen sich aber alle Mal. Die Fahrt in den alten Autoaufzügen sind genauso spannend wie der Abstieg über ewig lange Treppen und auf der Südseite des Tunnels wartet abermals ein toller Ausblick auf den Hafen.



5) Ottensen
Spätestens jetzt sind alle erschöpft. Daher schnell zur Haltestelle Königsstraße oder Landungsbrücken, um mit der S-Bahn zum Bahnhof Altona zu fahren. Denn dort, in Ottensen, gibt es zahlreiche gute Cafés und Restaurants in denen man einen aufregenden Tag enden lassen kann.

Danach wartet entweder das Hotel oder aber die Rückfahrt mit dem ICE ab Altona.
Titelbild: Patrick Rosenkranz