Warten

Da wartet man monatelang auf den Tag X und am errechneten Termin passiert – Nichts.
Und auch wenn man weiß, dass der errechnete Termin nur eine grobe Schätzung über zwei Daumen ist und man überall liest, dass sich das erste Kind immer ein bisschen Zeit lässt, langsam wird dieses Warten zur ersten Belastungsprobe.

Der ständige „Heute Nacht könnte es losgehen!“ lässt mich kaum noch ordentlich schlafen. CTG-Kontrollen im Krankenhaus verstärken dieses Gefühl, dass es sich nur noch um Stunden handeln kann. – Auch bei CTG-Kontrollen an drei aufeinander folgenden Tagen.

Und obwohl ich es kaum erwarten kann, dass die Geburt endlich startet, gibt es auch dieses Gefühl in mir, dass ich noch überhaupt gar nicht vorbereitet bin. Für diesen Teil fühlt sich das alles unwirklich an und es könnte im Gegenteil noch länger dauern.

Das ist schon irgendwie verrückt. Monatelang stört die Warterei gar nicht. Dann sollte es losgehen und nur drei, vier Tage über Termin treiben mich in den Wahnsinn, während ich eigentlich hoffte, dass das doch noch alles drei, vier Monate dauern könnte.

Dabei geht der richtige Ernst des Lebens erst bald los…

Foto von Eder Pozo Pérez auf Unsplash

Adrian

Author: Adrian

Ich bin Adrian, habe Hamburg liebengelernt und mich in Hamburg in meine Frau verliebt. Aus dieser Liebe sind zwei Töchter (*2016, *2018) hervorgegangen. Auf vaterjahre.de berichte ich vom Leben als Familie, von meinen Erfahrungen und unserer Erziehung, ich stelle spannende Produkte vor und lasse mich von und für Kinder-Apps begeistern. – Wenn sie gut gemacht sind.

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