Für den Fall der Fälle

Schützt dich & deine Familie im Todesfall: Eine Risikolebensversicherung

Corona zeigt: Auch junge Menschen können von schwerer Krankheit getroffen werden und sterben. Note to myself: Ich muss mir endlich Gedanken um eine Risikolebensversicherung machen.


Wer an der Gefährlichkeit von Corona zweifelt, dem empfehle ich immer, Charité intensiv zu schauen. Einen noch eindeutigeren Beweis, dass Corona tötet, gibt es wohl kaum.

Die für mich wichtigste Erkenntnis: Auch junge Menschen sterben. Väter, in meinem Alter. Mit Kindern im Alter meiner Kinder.

Ich ignoriere das ja ganz gern. Mit Anfang 30 bin ich gesund, habe vor bald einem Jahrzehnt das Rauchen aufgegeben, trinke kaum Alkohol und ernähre mich weitestgehend gesund.

Wovor also Angst haben?

Mit 30 über den eigenen Tod nachdenken? Unbedingt!

Klar, über den eigenen Tod denkt niemand gern nach. Und statistisch gesehen sind gerade einmal 1,5% aller gestorbenen Menschen 2019 jünger als 40 gewesen.

Als Alleinstehender würde mich das vermutlich kalt lassen. Das Leben ist mit Risiko verbunden. Menschen werden geboren, Menschen sterben.
Man kann den Tod nicht vermeiden.

Als Vater denke ich – und das verstärkt durch Corona und unseren kurzzeitigen Versuch ein Haus in Hamburg zu kaufen – darüber mittlerweile anders.

Den Tod kann man nicht vermeiden, stimmt.
Aber man kann vermeiden, die eigene Familie im schlimmsten aller anzunehmenden Fälle im finanziellen Chaos enden zu lassen.

Vorsorgen und absichern

Auch, wenn der Gedanke alles andere als schön ist: Man sollte für den Tod eines Elternteiles vorsorgen und die Kinder und den hinterbliebenen Partner absichern. Am besten über eine Risikolebensversicherung.

Eine Risikolebensversicherung, schreibt Verti, sichert eine Familie finanziell ab, wenn der Versicherungsnehmer stirbt.
Sie ist also nicht geeignet um Vermögen aufzubauen oder ein späteres Rentenloch zu stopfen, so wie du das vielleicht noch von der klassischen Lebensversicherung deiner Eltern noch kennst.

Stirbt die versicherte Person nicht, zahlt die Versicherung auch nicht. Eine Aus- oder Rückzahlung zu Lebzeiten ist nicht möglich.

Und trotzdem kann das sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn es in der Familie nur eine/n Hauptverdiener/in gibt. Oder wenn es eine laufende Immobilienfinanzierung gibt, die noch über Jahrzehnte getilgt werden muss.

Der Abschluss einer Risikolebensversicherung wird daher – anders als eher sinnlose Versicherungen wie eine Unfallversicherung – auch von unabhängigen Portalen wie Finanztip.de empfohlen.

Und zu welcher Höhe sollte ich mich jetzt versichern?

So individuell deine persönliche Lebenssituation ist, so individuell wird am Ende auch die Berechnung deiner Versicherungssumme sein (also die Summe, die im Versicherungsfall ausgezahlt wird).
Du solltest da verschiedene Überlegungen in diese Rechnung mit einbeziehen. Zum Beispiel:

  • Gibt es eine Finanzierung mit Restschuld?

    Dann lohnt sich häufig eine Versicherung mit fallender Versicherungssumme. Da ihr die Finanzierung ja sukzessive zurückzahlt, sinkt die Restschuld. Die Risikolebensversicherung berücksichtigt das mit einer fallenden Versicherungssumme. Im Todesfall wird dann so viel ausgezahlt wie für eine sofortige Volltilgung notwendig wäre, damit der/die Hinterbliebene die Immobilie behalten kann.
    Hier hängt es natürlich davon ab, wie hoch die Versicherung ist, um die notwendige Versicherungssumme und auch die Laufzeit zu ermitteln.

  • Willst du finanziell für deine Kinder vorsorgen?

    Ist dir eher wichtig, für deine Kinder vorzusorgen (bis diese auf eigenen Beinen stehen), dann läuft die Versicherung am besten bis zu einem bestimmten Alter (z. B. bis das jüngste Kind das 20. Lebensjahr erreicht hat o. ä.) und die Versicherungssumme berücksichtigt sowohl die Kosten für den Lebensunterhalt eines Kindes als auch eine zu erwartende Inflation!

  • Willst du den Einkommensausfall eines Ehepartners absichern?

    Wenn du das im Todesfall wegfallende Einkommens deiner Partnerin oder deines Partners kompensieren willst, dann solltet ihr über eine verbundene Risikolebensversicherung (manchmal auch Risikolebensversicherung auf Gegenseitigkeit oder Partnertarif genannt) nachdenken. So sichert ihr euch gegenseitig ab und müsst nicht plötzlich auf ein Einkommen verzichten.

Letztlich bist du gut aufgehoben, dich noch einmal – nach Möglichkeit unabhängig – beraten zu lassen um die für dich optimalen Versicherungsbestandteile zu definieren.

Wichtig ist aber, dass du dich überhaupt frühzeitig mit deinem eigenen Tod und der Versorge für deine Familie beschäftigst.
So unschön und weit weg das auch sein mag.

Bild: Noah Silliman

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